Archiv: Henry

Heute habe ich ein bisschen in meinen Dateien rum gestöbert und da diese kleine Geschichte vom Januar 2010 gefunden.
Sie ist nicht fertig geworden, aber sie gefällt mir.
Um wen oder was es sich bei dem kleinen Henry handelt, teile ich bei Bedarf gerne mit. 😉

Die Sonne scheint, aber das sieht Henry nicht. Um ihn herum ist es sogar ziemlich dunkel und so döst er mit seinen 44 Geschwistern in den vielen kleinen, in Fünferreihen angeordneten Nischen. Henry hat seine Nische noch nie verlassen, aber warum auch. Hier ist es bequem weich und riecht süßlich. Henry mag es, wenn es süßlich riecht. Allerdings kennt Henry das auch nicht anders. Ab und zu schaukelt der Unterschlupf etwas, aber auch das ist für Henry normal.
Henry schaukelt also wie immer im seichten Wind. Nichts außer gedämpftem Zwitschern der Vögel ist zu hören. Mit geschlossenen Augen liegt er ruhig in seiner Nische. Das leise Gemurmel seiner Geschwister lullt ihn in einen seichten Schlaf.
Aber was ist das! Er hört andere Stimmen! Sie reden in einer Sprache und auf eine Art, die er nicht versteht. Sie werden immer lauter. Erschreckt öffnet Henry seine Augen. Sonst ist alles wie immer, aber die Stimmen sind neu! Auch seine Geschwister werden etwas unruhig. Er hört, wie sie in ihren Nischen herum rutschen.
Dann wird ihr Unterschlupf von irgendwas gepackt. Die Wände werden etwas eingedrückt. Henry hört ein lautes Ratschen, und der Unterschlupf setzt sich in Bewegung. Und dann mit einem weichen Aufprall landet er an einem Ort, wo er noch etwas schwankt und dann still liegen bleibt. Henry zittert vor Angst.
Dann beginnt ein beständiges Ruckeln und Stillstehen. Henry wird ziemlich durchgeschüttelt. Er traut sich nicht mal seine Geschwister zu fragen, was den los sein könnte.
So werden sie alle gerüttelt und geschüttelt, mit kleinen Pausen zwischendurch und den Stimmen als dauernde Begleiter. Nach und nach beginnen seine Geschwister wieder mit leisem Gemurmel.
Und dann, plötzlich, sind noch mehr Stimmen zu hören und das Ruckeln hört auf. Dann wird der Unterschlupf erneut von dem Etwas gepackt. Wieder werden die Wände etwas eingedrückt. Und diesmal hört dieses Eindrücken nicht mal auf, als der Unterschlupf abgelegt wird. In Henry schwirren Erinnerungen wie Vögel, doch so etwas hat er noch nie erlebt. Dann bohrt sich ein langes, dünnes, metallenes Dings in den Unterschlupf. Ein paar der Nischen werden zerstört. Henry hört seine Geschwister schreien. Und dann sieht er zum ersten Mal Tageslicht!
Es ist blendend hell. Also sieht Henry erstmal gar nichts. Dann nach und nach kann er seine Umgebung erkennen. Das erste was er sieht ist ein großes, ovales, braunes Etwas. Auf dem Etwas sind schwach zwei weiße Stellen zu sehen. Auch verschiedene andere Formen sind auf dem Etwas zu erkennen. So zum Beispiel ein roter Fleck, der sich ziemlich doll bewegt und dabei immer wieder weiß aufblitzt. Hier kommt wohl eine der Stimmen her. Das etwas ist anscheinend noch größer, aber der Rest ist für Henry verschwommen.

Hier habe ich dann nicht mehr weiter gemacht.
Vielleicht weiß ja jemand, wie es weitergehen würde?

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