TESO-Teil-1klein

Teil 1: Erwachen in Kalthafen // The Elder Scrolls Online

Hallo, mein Name ist Fjola Starkschild, und heute möchte ich euch mitnehmen auf eine Reise voller Wunder, Aufgaben und auch voller Schrecken. Genauer gesagt auf meine Reise.

Es ist gar nicht so lange her, da bin ich erwacht, ohne Erinnerung an mich selbst oder an meine Vergangenheit.
Ich lag in einer Zelle. Schreie waren von überall zu hören. Es war kalt und nur ein kleines Feuer erhellte den Raum, welches aber merkwürdigerweise kaum Wärme spendete.  Verwirrt sah ich mich um. An der Wand saßen Skelette, als wären Gefangene hierher gebracht worden und für immer vergessen worden. Grauen erfüllte mich.
Jetzt waren direkt vor der Türe Schreie zu hören und die Schritte Umherrennender. Vorsichtig erhob ich mich und ging zu der Tür, die aus einem großen Gitter bestand. Überall lagen Knochen herum und Schädel, außerdem liefen Leute an der Zelle vorbei. Verwundert sah ich ihnen hinterher, es waren auch Gefangene wie mir schien.
Eine von ihnen, eine große blonde Frau, lief direkt an meiner Zelle vorbei, hielt aber inne, als sie mich an der Tür stehen sah.
„Oh, hallo. Geht es euch gut?“ Das ging es mir nicht, ich wusste weder wer ich war, noch wo ich war. Also antwortete ich ihr mit:
„Ja.“
„Okay, mein Name ist Lyris.“ Dann trat sie einen Schritt zurück, bedeutete mir das gleich zu tun, und hieb mit ihrer Axt auf das Schloss meiner Tür ein.  Nach ein paar Schlägen brach es auseinander und die Tür ließ sich öffnen.
„Sucht euch hier eine Waffe, ihr werdet sie brauchen.“ Damit drehte sie sich um und lief zu einer am Boden liegenden Gestalt. „Tot“, sagte sie mehr zu sich selber, als zu mir.
Ich sah mich also um und entdeckte ein Großschwert auf dem Boden neben der Gestalt liegen. Ich hob es auf und meine Stimmung besserte sich etwas. Das Gewicht der Klinge in meiner Hand löste ein gutes Gefühl aus. Es fühlte sich vertraut an. Das war neu.
Testweise schwang ich es etwas hin und her. Auch das fühlte sich vertraut an.
Lyris sah mich an und nickte mir zufrieden zu.
Nun fiel mein Blick das erste Mal auf die Kreatur, die vor mir auf dem Boden lag. Ihre Haut war fast weiß, sie trug eine dunkle Rüstung mit vielen Stacheln dran, hatte hohe Wangenknochen und zwei nach hinten gebogene Hörner auf dem Kopf. Ich konnte sie nicht lange ansehen. Es fühlte sich falsch an. An der ganzen Kreatur war etwas falsches.
Lyris hatte meinen Blick bemerkt und sagte finster: „Haltet eure Waffe bereit und seid auf der Hut, es ist hier voller Überraschungen.“ Dann lief sie los einen Gang hinunter. Und weil ich nicht wusste wo ich sonst hin sollte, weil ich mich hier nicht auskannte, folgte ich ihr.
Es ging einen Gang hinunter. Hier hingen Käfige von der Decke, in ihnen befanden sich ebenfalls Skelette. Meine Gedanken flogen. Wer tat sowas? Gefangene nehmen und sie einfach dem Tod überlassen?
Wir kamen in eine große Kammer, wieder langen überall Skelette. Und in der Mitte stand eine dieser Kreaturen und hielt offensichtlich Wache. Als sie uns kommen hörte drehte sie sich um und sprach mit einer gruseligen Stimme. Ich verstand nicht was sie sagte, da ich in dem Moment mit dem Schwert in beiden Händen und einem Schrei auf sie zu stürmte, den ersten Schlag parierte und sie mit dem nächsten Schlag so hart am Kopf traf, dass sie zusammensackte. Woher das gekommen war, wusste ich selber nicht so genau. Aber sobald ich ihre Augen gesehen hatte, hatte mich ein Zorn übermannt. Irgendwoher wusste ich, dass diese Wesen falsch und gefährlich waren. Sie hatte pechschwarze Augen.
Lyris sah mich erst verwundert an, sagte dann aber: „Bleiben wir in Bewegung. Hier unten gibt es noch mehr Daedra.“
Weiter ging es also durch dunkle Gänge und Hallen. Überall lagen viele Skelette und Schädel herum und in einigen Käfigen standen sogar Gefangene, die leer vor sich hin starrten. Zweimal mussten wir noch gegen diese „Daedra“ kämpfen.
Dann kamen wir in einen weiteren, großen Raum. Ein blendend heller, blauer Lichtstrahl erschien plötzlich direkt vor mir und ich konnte gerade noch anhalten. Ein alter Mann erschien, er war ebenfalls blau und ganz durchscheinend. Eine Wolke aus blauen, kaum sichtbaren Schmetterlingen umwogte ihn.
„Der Prophet“, flüsterte Lyris verwundert. Sie war ebenfalls stehen geblieben. Dann sprach der Mann zu mir:
„Seid gegrüßt, Entseelte. Ihr müsst mich retten und im Gegenzug muss ich euch retten.“ Sofort verblasste das Licht und er verschwand.
„Einen Moment. Kommt her, wir müssen reden.“, sagte Lyris. Dann erzählte sie mir, dass sie gerade auf dem Weg war, den Propheten zu retten und das er wohl der Meinung war, dass ich ihr helfen könnte.
„Es war sehr gefährlich für ihn, mit euch zu sprechen, auch wenn es nur ein kurzer Augenblick gewesen ist.“ Sie erzählte mir, dass er der einzige war, der uns retten könnte und das der Weg nach Tamriel ein weiter war. Dann erzählte sie von den Wächtern, von denen wir einen zerstören sollten, damit ein gewisser Molag Bal unseren Rettungs-Versuch nicht sehen konnte.
„Wo befinden wir uns denn hier überhaupt?“, fragte ich sie voller Verwirrung. Die eigentlich wichtigere Frage, nämlich wer ich überhaupt war, musste erstmal warten.
„Ihr seid ganz offensichtlich nicht mehr in Tamriel. Stellt euch den erbärmlichsten, bedrückendsten Ort vor, den ihr je in eurem Leben besucht habt. Das ist ein Paradies im Vergleich zu Kalthafen. Und dazu kommt noch… nun… das kann man euch nicht schonend beibringen. Ihr seid tot.“

Fortsetzung folgt…

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