Teil 23

Teil 23: Wanderung nach Weißlauf

Endlich kommt wieder ein neuer Teil vom Skyrim-Abenteuer! Gleichzeitig ist es auch ein kleines Jubiläum, denn es ist der 100 Beitrag auf meiner Seite! Viel Spaß beim Lesen.

Die Sonne stand noch tief, als sie am nächsten Morgen aufbrachen. Nach wenigen Schritten hatten sie Flusswald hinter sich gelassen und wanderten auf einer kleinen Straße in Richtung Weißlauf. Sie überquerten den Fluss und die Straße ging eine ganze Weile daneben her. Nach einer Weile hörte Finja ein Rauschen. Mit jedem Schritt wurde es lauter. Der Fluss schien weiter vorne ein Wasserfall zu werden. Bald erreichten sie eine Kuppe, neben sich der reißende Fluss und konnten in ein großes Tal blicken. Faendal streckte den Arm aus und deutete auf eine große Ansammlung von Häusern, die auf einem Hügel in der Mitte des Tals erbaut worden waren.
„Das ist Weißlauf. Seht, die Drachenfeste, das Haus des Jarls, liegt ganz oben auf dem Hügel.“, sagte er mit weiter ausgestrecktem Arm. Finja sah eine Burg, die über den anderen Häusern aufragte.
„Dort wohnt also Jarl Balgruuf.“ Sie machten sich auf den Weg hinunter ins Tal. Die Straße wand sich in Schlangenlinien den Berg hinunter, näherte sich immer wieder an den Fluss an und entfernte sich dann wieder. Sie kamen an eine Kreuzung und wandten sich nach links. Dort ging es weiter nach Weißlauf. Auch der Fluss teilte sich hier und ein Arm des Flusses lief neben ihrer Straße her. Zwei Gebäude standen zu ihrer Linken.
„Das ist die Honigbräubrauerei.“, sagte Faendal „Deren Honigbräumet ist in ganz Himmelsrand sehr beliebt.“ Finja musste lachen, als sie seinen Gesichtsausdruck sah. Er schien dieses Getränk nicht besonders zu schätzen. Ein Stück hinter der Honigbräubrauerei fingen Kohl- und Kartoffelfelder an.
Plötzlich waren ein lautes Brüllen und die Geräusche eines Kampfes zu hören und Faendal und Finja zuckten zusammen. Vorsichtig schlichen sie weiter, um über die Steinmauer, die die Felder umgab, zu gucken. Dort stand ein um sich schlagender Riese, umringt von drei Menschen, die mit ihren Schwertern auf jedes Stück einschlugen, was sie von ihm erreichen konnten. Als sie noch hinsahen, sahen sie, wie einer der drei Menschen, eine Frau mit roten Haaren, dem Riesen ihr Schwert in den Unterleib trieb. Der Riese stieß ein weiteres Brüllen aus und brach zuckend auf dem Boden zusammen. Finja und Faendal kamen näher um sich das Ganze genauer anzusehen.„Naja, das hat sich erledigt. Und das haben wir nicht Euch zu verdanken.“, sagte die rothaarige Frau, drei schwarze Streifen, wohl eine Kriegsbemalung, bedeckten ihr Gesicht. Bestürzt sahen Finja und Faendal sich an. Dann sagte Faendal:
„Ihr saht nicht so aus, als würdet Ihr Hilfe brauchen.“ Die Frau lachte spöttisch.
„Das ganz sicher nicht. Aber ein wahrer Krieger hätte es sich nicht nehmen lassen, gegen einen Riesen anzutreten. Deshalb bin ich mit meinen Schildbrüdern hier.“ Sie deutete auf den großen muskulösen Mann und eine weitere Frau mit schwarzen Haaren. Die beiden sahen eher neugierig als spöttisch aus. Keiner von ihnen schien durch den Kampf erschöpft zu sein, oder hatte einen Hieb abbekommen. Finja war beeindruckt. Hier könnte sie noch viel lernen. Schüchtern fragte sie:„Was ist ein Schildbruder?“ Die Frau lachte:
„Ihr seid nicht von hier, was? Noch nie von den Gefährten gehört? Ein Orden von Kriegern. Wir sind Brüder und Schwestern, verbunden durch unsere Ehre. Und wir lösen jedes Problem, wenn die Bezahlung gut genug ist.“ Nachdenklich ließ Finja ihren Blick über die drei Krieger schweifen. Wenn es tatsächlich zum Krieg kam, dann würde sie lernen müssen besser zu kämpfen, wenn sie hier in Himmelsrand bleiben wollte.
„Kann ich Euch beitreten?“, fragte sie und hörte neben sich, wie Faendal unruhig von einem Fuß auf den anderen trat. Ihr Frage schien ihn verwundert zu haben.
Die Frau sah sie nun ernst an, und auch die anderen beiden musterten Finja von oben bis unten.„Das entscheide nicht ich. Ihr müsst mit Kodlak Weißmähne oben in Jorrvaskr reden. Der Alte hat gute Menschenkenntnis. Er schaut einem in die Augen und weiß, was man wert ist. Viel Glück, wenn Ihr zu ihm geht.“ Sie nickte den beiden zu, winkte ihren Begleitern und sie gingen auf der Straße Richtung Weißlauf weiter. Der Mann blieb noch kurz bei Finja stehen und sah sie an. Er war hoch gewachsen, hatte lange braune Haare und ein unrasiertes, etwas dreckiges Gesicht. Doch was Finja in Bann zog waren seine Augen. Sie lagen sehr tief und waren hellgrau. Sie hatte noch nie solche Augen gesehen, und fand sie etwas gruselig. Doch als der Mann sprach konnte sich nicht anders, als ihn zu mögen. Er hatte eine angenehme, tiefe Stimme und sprach sehr ruhig.
„Ihr seht stark aus. Kommt nach Jorrvaskr und werdet ein Gefährte!“ Dann ging er mit den anderen davon. Mit gemischten Gefühlen sah sie ihnen hinterher.

Fortsetzung folgt…

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