Etwas warmes zu Essen und ein gutes Gespräch

Teil 16: Diese verdammten Elfen

„Was denkt Ihr über den Krieg?“, fragte Finja Alvor.
„Die Leute regen sich zurecht darüber auf, dass diese verdammten Elfen, die Thalmor, herumlaufen und Leute verhaften dürfen, nur weil sie Talos anbeten. Aber war es das wert, Himmelrand und vielleicht sogar das Kaiserreich zu zerstören? Nein, Ulfric wird allerhand auf dem Gewissen haben, wenn das hier alles vorbei ist. Die Nord das Kaiserreich immer unterstützt und das Kaiserreich war immer gut zu Himmelsrand.“, antwortete Alvor.

„Warum dürfen die Thalmor die Anbeter von Talos verhaften?“
„Daran ist der Vertrag schuld, durch den der große Krieg beendet wurde, wisst Ihr noch? Als der Kaiser von den Thalmor gezwungen wurde, die Anbetung von Talos zu ächten. Wir haben dem nicht viel Beachtung geschenkt, als ich noch ein Junge war. Alle hatten noch ihren kleinen Talos-Schrein. Aber dann haben Ulfric und seine „Söhne von Himmelsrand“ Krach geschlagen und das Kaiserreich sah sich gezwungen, hart durch zu greifen. Leute mitten in der Nacht zu verschleppen. Das ist einer der Gründe für diesen Krieg, wenn ihr mich fragt.“, sagte Alvor und erhob sich dann. „Ich muss jetzt aber wieder arbeiten gehen. Wir sehen uns später.“ Und er verließ das Haus. Kurz darauf war wieder das Hämmern von Stahl auf Stahl zu hören. Finja und Hadvar aßen eine Weile schweigend, während Sigrid in Gedanken versunken dastand und ihnen zusah. Dann sagte sie:
„Fühlt euch wie Zuhause.“, und ging in den Keller.
Das kleine Mädchen traute sich nun auch von ihrem Stuhl in der Ecke und kam schüchtern auf Hadvar zu. Als er sie bemerkte strahlte er und schloß die Kleine in die Arme und hob sie dann auf seinen Schoß.
„Da ist ja mein kleines Cousinchen. Finja, das ist Dorthe.“ Immer noch sehr schüchtern lächelte das Kind Finja an. Diese lächelte zurück. Dann fragte sie zaghaft:
„Habt Ihr wirklich einen Drachen gesehen?“ Sie sah von einem zum anderen. Hadvar warf ihr einen vielsagenden Blick zu und entzückt klatschte Dorthe in die Hände. Dann sprang sie auf und rief:
„Das muss ich Frodnar erzählen!“ Und schon war sie zur Tür hinaus verschwunden. Daraufhin verdüsterte sich Hadvars Gesicht etwas.
„Das sie immer noch mit diesem Bengel befreundet ist, ich verstehe nicht warum Alvor dem nicht ein Ende bereitet.“ Als Finja ihn fragend ansah, erklärte er: „Frodnars Eltern, sind Gerdur und Hod. Ihnen gehört die Sägemühle hier in Flusswald. Es geht schon länger das Gerücht um, dass sie Kontakte zu Sturmmänteln unterhalten. Ich möchte nicht, dass meine Cousine mit Verrätern zu tun hat.“
„Ich weiß, glaube ich, noch nicht genug über diesen Konflikt, um Eure Gefühle ganz zu verstehen.“, sagte Finja entschuldigend und Hadvar seufzte.
„Solange Ihr, wenn Ihr mehr darüber erfahren habt, nicht auf einmal mit den Sturmmänteln sympathisiert.“, sagte er und lachte dann. „Wie angenehm, wieder in einer freundlichen Umgebung zu sein, was?“
Finja nickte. Eigentlich war sie inzwischen schon sehr müde. Aber vielleicht war es an der Zeit sich ein wenig in Flusswald umzusehen. Als sie Hadvar von ihrem Vorhaben erzählte, sagte er:
„Hört mal, dass schafft ihr auch ohne einen Führer. Ich werde eine Weile hier bleiben und Schlaf nachholen. Dann muss ich mich auch schon auf den Weg nach Einsamkeit machen. Dort werden wir uns ja auch bestimmt wiedersehen.“ Er zwinkerte ihr zu. Dann erhob Finja sich und verließ das Haus, um Flusswald zu erkunden.

Fortsetzung folgt…

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