Leuchtende Kürbisse für Halloween

Halloween Special 2014: Mörder?!

Eines Tages fand Moritz sich, wie er auf seine erstochene Freundin Susi hinuntersah, mit einem Messer in der Hand, in ihrem gemeinsamen Wohnzimmer. Seine Kleidung und auch der Boden waren von ihrem Blut bedeckt.
Moritz stand unter Schock. Das letzte woran er sich erinnern konnte war, dass sie miteinander geschlafen hatten, wie jeden Sonntag Abend und er auf einmal furchtbare Kopfschmerzen bekommen hatte.
Er versuchte seine Hände zu bewegen, seine Augen, aber er konnte es nicht. Er sah den Schnitt an ihrer Kehle, wo immer noch Blut austrat. Sah die Stiche über ihrem ganzen wunderschönen, nackten Körper. Er wollte schreien, aber er konnte nicht. Dann wurde es Schwarz um ihn.

Als er wieder denken konnte, fühlte er, wie er Stufen hinaufstieg. Er fühlte, wie sich seine Muskeln ohne sein Zutun oder sein Wollen bewegten. Er hörte seine Schritte auf dem Steinboden. Er konnte nichts sehen, spürte aber, dass seine Augen geöffnet waren. Seine Fingerspitzen berührten einen Knopf und drückten auf ihn. Er hörte das Geräusch einer Klingel, dann Schritte hinter einer Tür. Und zu seinem Entsetzen die Stimme seiner Mutter, die ihn freudig begrüßte. Er nahm war, wie sein Mund sich bewegte, ihr antwortete, obwohl er am liebsten nur geschrien hätte.
Sie redete den ganzen Weg zur Küche, von dem er wusste, dass seine Füße ihn gingen, nachdem er ihn 20 Jahre lang gegangen war.
Moritz hatte Angst, war panisch, in seinem Kopf wieder das Bild von Susis verstümmeltem Körper.
Dann merkte er, wie sein Arm sich erhob mit einem Gegenstand in der Hand. Seine Mutter schrie plötzlich und auf einmal konnte er wieder sehen. Sah wie sie versuchte zu entkommen, sah, wie das Messer in ihren Bauch stach. Einmal, zweimal. Sah wie sie rückwärts gegen den Küchentisch fiel. Das Messer durchtrennte nun ihre Hauptschlagader. Wieder war er von Blut bedeckt.
Sein Körper ging aus der Küche und ins Badezimmer. Jeder Schritt löste einen furchtbaren Schmerz in seinem Kopf aus. Er hatte Susi getötet, und seine Mutter! Er war es nicht einmal. Sein Körper duschte sich und zog neue, saubere Kleidung an, die er immer noch bei seiner Mutter lagerte, nur für den Notfall. Dann verließ er das Haus und ging die Straße entlang.

Moritz wollte das es aufhörte, wollte es stoppen, aber er konnte nicht. Seine Gedanken rasten, Bilder aus seiner Vergangenheit spielten sich vor seinem inneren Auge ab. Er hatte das Gefühl verrückt zu werden. Er nahm überhaupt nicht mehr wahr wohin seine Beine ihn trugen.
Erst als er fühlte wie sein rechter Zeigefinger wieder einen Knopf drückte, bemerkte er wo er war. Es stand in einem Aufzug. Der Knopf war für Stockwerk 34 gewesen.
Dann hörte er nur das Rattern des Aufzugs, als er nach oben zuckelte, und die leise Musik im Hintergrund.
Der Aufzug hielt an und sein Körper fing auf einmal an zu rennen. Erst in letzter Sekunde merkte er, was er da tat. Er war auf der Dachterrasse und seine Füße trugen ihn geradewegs auf den Abgrund zu. Mit einem Sprung setzte er über das Geländer und fiel. Er schrie und nun, letztendlich konnte er seinen Körper wieder bewegen.
Plötzlich hörte das Schreien auf.

Original, welches ich 2010 oder 2011 in England geschrieben habe:

Murderer?!

One day Morris found himself looking down on his stabbed girlfriend Suzie with a knife in his hand in their living-room. Blood was all over the floor and him.

Morris was shocked, the last thing he could remember was, that they had made love like every Sunday night and suddenly he had felt a horrible pain in his head.

He tried to move his hands, his eyes, but he couldn’t. He saw the gash on her throat where the blood still seeped out, the cuts all over her beautiful, naked body. He wanted to scream but he couldn’t. Then everything went black.

Morris felt himself walking up stairs. He felt his muscles move without his mind wanting it. He couldn’t see anything, but he knew that his eyes were open. His fingertips touched a button and pushed it down. He could hear a bell ring.
Then steps behind a door and his mothers voice shouting out his name happily. His mouth answered her with words he didn’t think about. She chattered all the way to the kitchen, which he knew his feet walked towards, after 20 years of walking it. Morris was scared, in his head again the picture of Suzie’s butchered body.

He felt his arm rising with an object in the hand. His mother screamed and suddenly he could see. Saw her trying to escape, saw how the knife pierced her stomach. Once, twice. Saw her falling back against the kitchen table. The knife was now tearing through her carotid. Blood was all over him.
His body walked out of the kitchen and upstairs. Every step made a horrible pain in his mind. He had killed Suzie and his mother! It wasn’t even him! His body took a shower, washed the knife and changed into clean clothes. Then it went out of the house and along the street.
Morris wanted to stop it, but he couldn’t. His thoughts were racing, pictures of the past flew through his mind. He had the feeling that it gave him the willies.

His body went into an elevator of a building, he felt his finger push the button for floor 34. Then he just heard the rattling and it went up. The elevator stopped and his body started running. In the last second he realized what his body was doing. He was on the roof terrace and his feet just carried him over the edge. He started falling and screaming and at last he could control his body. Suddenly his screaming stopped.

 

Titelbild: Copyright hanna horwarth // Creative Commons // Gefunden auf flickr.com // Link

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