Teil 6: Kampf!

Finja hob das Schwert, und der erste Sturmmantel ließ seines gegen ihres krachen. Mit den immer noch schmerzenden Händen war es nicht so leicht, das Schwert nicht einfach fallen zu lassen. Der Rebell holte zu einem neuen Schlag aus, doch auch diesen schaffte sie zu blocken. Hadvar hatte unterdessen den ersten schon dahingestreckt, er blutete aus einer hässlichen Kopfwunde.

Dann wich er einem Schlag von dem zweiten Rebellen aus, und erwischte diesen am Rücken. Schreiend wollte er zurückweichen, doch er kam nicht weit. Sie blockte unterdessen einen Schlag nach dem anderen, ohne jedoch die Kraft zu haben zurück zu schlagen. Als Hadvar sich ihrem Angreifer zu wandte, ließ dieser von ihr ab und stürzte sich auf Hadvar. Der konnte jedoch auch dieses Duell im Handumdrehen für sich entscheiden. Schnaufend standen alle beide ein paar Minuten da und versuchten wieder zu Atem zu kommen. Dann sagte Hadvar:
„Schade, hätten sie nur mit sich reden lassen.“ Er schüttelte den Kopf. „Kommt, lasst uns weitergehen.“ Aus dem Raum hinaus ging es wieder durch eine Tür, und dahinter führte ein weiterer dunkler Gang weiter. Dann kamen sie an eine Treppe. „Hier kommt gleich ein Ausgang. Dann haben wir es geschafft.“ Sie kamen ans untere Ende der Treppe, da hörten sie auf einmal ein lautes Krachen und Grollen. „Vorsicht!“, schrie Hadvar, und zog sie die Treppe wieder hoch. Staub wirbelte an ihnen vorbei, sodass sie die Augen zukneifen mussten. Mit einem lauten Krachen kam im Gang am Fuße der Treppe die Decke herunter und verschüttete den ganzen Durchgang. Hadvar fluchte:
„Dieser verdammt Drache ist ja ganz schön hartnäckig.“ Sie gingen, als das letzte Geräusch verklungen war vorsichtig wieder die Treppe hinunter. Der Gang war nicht mehr passierbar, aber nur ein paar Felsbrocken lagen vor einer Tür, die nach links führte.
„Versuchen wir es hier hindurch. Helft mir die Steine zur Seite zu schieben.“ Beide fingen sie an die Brocken zu bewegen. Es waren nicht sehr viele, und so hatten sie schnell genug zur Seite gerollt, um die Tür öffnen zu können. Vorsichtig zog Hadvar am Griff, und sie ließ sich erstaunlich leicht öffnen. Doch dann hörten sie Schritte aus dem Raum dahinter und als sie hinein spähten leuchtete ihnen eine blaue Rüstung entgegen.
„Sturmmäntel“, raunte Hadvar ihr zu, als sie wieder die Schwerter zogen. Diesmal waren es zwei, und sie waren etwas gewandter, als die letzten es gewesen waren. Finja hatte große Mühe sich gegen den einen der beiden zur Wehr zu setzen. Ihre Arme taten weh, von ihren Händen ganz zu schweigen, und langsam wurde sie müde, nachdem sie in der letzten Nacht gar nicht zum Schlafen gekommen war. Sie wich mit jedem Hieb, den der Rebell gegen sie führte, weiter zurück. Ihr ganzer Körper vibrierte bei jedem Aufprall. Plötzlich glitt ihr Schwert von seinem ab, und er konnte ihre Verteidigung überwinden. Doch genau in diesem Moment stolperte sie über einen Stein. Sie fiel nach hinten, und die Klinge streifte sie nur. Dennoch lief ein stechender Schmerz durch ihren Arm. Sie schrie auf, und sofort war Hadvar zur Stelle und hieb ihrem Angreifer mit der flachen Seite seines Schwertes auf den Kopf. Ohnmächtig brach er auf dem Boden zusammen. Dann wirbelte Hadvar herum und überwältigte auch noch den anderen, ebenfalls mit einem Schlag auf den Kopf. Dann war er auch schon bei ihr.

Fortsetzung folgt.

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